Trail Running am Dach Tirols

Sportliche Höchstleistung in atemberaubender Natur.

Am 3. August 2019 um 5 Uhr morgens startete unser Mitglied Anke Zitzelsberger beim 7. Pitz Alpine Glacier Trail. Das Wetter war durchwachsen – zeitweise gab es leichten Regen. Die etwa 45 km lange Strecke führte von Mandarfen im Pitztal auf teilweise sehr steilen, schmalen Pfaden teils über Felsblöcke und mit Absturzgefahr zunächst bis auf 3150 Metern Höhe zur Mittagskogelscharte. Dort hatte gab es einen atemberaubendem Ausblick auf die Tiroler Gletscherwelt. Anschließend ging es bergab über den Mittelberggletscher und wieder hinauf zur Braunschweiger Hütte. Von dort zurück ins Tal auf dem europäischen Fernwanderweg E5 nach Mandarfen, ging es dann erneut bergauf zum Riffelsee und auf dem teilweise seilversicherten Fuldaer Höhenweg zum Taschachhaus und weitere neun Kilometer über das Taschachtal zurück. Etwa 1000 Meter vor dem Ziel wurde Anke schon von ihrer Tochter erwartet, die mit ihr gemeinsam ins Ziel lief. Nach über 13 Stunden war Anke wohlbehalten, müde, aber sehr zufrieden wieder im Tal. Erholung gab es dann im Whirlpool, bevor es am nächsten Tag ganz gemütlich mit der Wildspitzbahn zum Aussichtspunkt auf 3400 Meter Höhe ins höchste Cafe Österreichs ging.

Insgesamt wären es bergauf und bergab jeweils knapp 3000 Höhenmeter gewesen. Aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit an einer Abzweigung nahm Anke einen falschen Weg. Sie bemerkte dies erst nach etwa 20 Minuten. Dies hatte einen zusätzlichen Gegenanstieg von 250 Höhenmetern zur Folge, so dass am Ende 3200 Höhenmeter und 48 Kilometer zusammenkamen. Ihr Ehemann Bernd Zitzelsberger, Abteilungsleiter unserer Schwimmabteilung, gratulierte ihr danach recht herzlich: „Eine super Leistung! Toll dass Du das geschafft hast. Ich habe wirklich großen Respekt vor deiner Leistung.“ Zum Schluss sei gesagt, dass ein solcher Wettkampf natürlich nicht jedermanns Sache und ohne Vorbereitung nicht möglich ist. Anke läuft seit vielen Jahren mehrmals die Woche und ist eine begeisterte Bergsteigerin und Mountainbikerin. Seit einem Jahr hat sie sich zusätzlich mit einem speziellen Trainingsprogramm und einigen wettkampfmäßigen Bergläufen, sowie im Frühjahr dem Engadiner Skimarathon vorbereitet. Auf die Sicherheit der Teilnehmer wurde großer Wert gelegt: Warme Bekleidung, Regenschutz, Handy, Stirnlampe, Karte, Spikes für den Gletscher, Nahrung und eineinhalb Liter Getränk waren für jeden Teilnehmer Pflicht. Es gab es vier Verpflegungsstationen, viele Streckenposten und an den ausgesetzten Stellen war die Bergwacht vor Ort.

Autor: Bernd Zitzelsberger

Bilder:  sportograf.com