Team 1 mühte sich nach Leibeskräften gegen das mit Nationalspielern aus Estland und der wie zu erwartend übermächtigen – Mette Stahlberg – bestückte Team aus Neusatz. Am Ende des Spieltages musste man sich mit einem 3:5 begnügen, was dem Teamspirit aber keinen Abbruch tat, doch gegen Eggenstein gewinnt das Team um Mannschaftsführer Robin Fiedler mit 5:3 und so sicherte sich das Regionalligateam des Post SV Augsburg in einem wahren Krimi endgültig die Berechtigung zur Teilnahme an der, zur kommenden Saison neu eingeführten, dritthöchsten Liga in Deutschland.

Neben Gegnern aus Baden-Württemberg und Bayern, wird man sich in Zukunft auch mit Teams aus Sachsen messen dürfen.

Bis dahin war es jedoch ein langer Weg. Die bisherige Regionalliga ist spielerisch ausgeglichen wie seit langer Zeit nicht mehr. Deshalb war es kein Zufall, dass vier Spieltage vor Saisonende den Zweit- und Siebtplatzierten gerade einmal drei Punkte trennten. Nur mit einem der ersten vier Plätze ist aber ein Startplatz in der neuen Liga garantiert.

Dies spiegelt sich in der Rückrunde vor allem in den Mannschaftsaufstellungen wieder. So konnten die Zuschauer am Samstag in der Begegnung Augsburg gegen Neusatz, in der neuen Sporthalle des Post SV Augsburg, das Können von gleich drei Profibadmintonspielern bewundern.

Bei den Gästen aus Neusatz kamen die estnischen Nationalspieler Raul Kaesner und Kristjan Kaljurand zum Einsatz. Auf der anderen Seite trat der Gastgeber mit dem frischgebackenen ukrainischen Meister im Doppel Oleksandr Kolisnyk an.

Auf höchstem Niveau zeigte nun unser 1.Herrendoppel (Robin Fiedler/Jakob Schilling) nun zu Beginn spannende und schnelle Ballwechsel, die das Publikum staunen ließen, doch reichte es zu keinem Satzgewinn. 0:1

Unsere Stammdamen Verena Beil/Verena Krug erwischten im Doppel einen gebrauchten Tag und unterlagen durch viele eigene Fehler klar in zwei Sätzen. 0:2

Hoffnung keimte auf, als unser stark besetztes zweites Herrendoppel mit Michi Clemens an der Seite unseres ukrainischen Jungstars Oleksandr Kolisnyk in einem höchst spannenden zweiten Satz den Anschlusspunkt holte. 1:2

Keine Überraschung war die klare Zweisatzniederlage unserer noch jungen Vanessa Paquée im Dameneinzel gegen die beste Dame der Liga. Vanessa bewies aber starken Kampfgeist und gerade in Satz zwei kam sie super ins Spiel, führte sogar lange, konnte das hohe Spielniveau dann nach der Pause nicht mehr halten und musste sich rasant der Erfahrung von Mette geschlagen geben. 1:3

Das erste Herreneinzel stellte dann auch das Highlight des Tages dar. In einem hochklassigen Match konnte sich Kolisnyk gegen Kaesner in 2 eng umkämpften Sätzen durchsetzen, holte für unser Team den Anschlusspunkt und zeigte einmal mehr, dass er im Einzel für höheres bestimmt ist. 2:3

Und Teamcaptain Robin? Der meldete sich motiviert und wieder fitter nach längerer Pause zurück. Wahnsinnig hochklassige Spiele boten beide Akteure. In seiner unnachahmlichen Art Badminton zu zelebrieren, zermürbte Robin seinen ausländischen Nationalspielergegner im ersten Satz. Die lange Pause machte sich dann aber in Satz zwei sehr schnell bemerkbar und schon früh lag Robins Konzentration offensichtlich auf dem Entscheidungssatz. Spannend wurde beim Stand von 10:11 die Seite gewechselt und der Ausgang des Spieltages war völlig offen. „Ich war einfach platt“ – diese Aussage von Robin nach dem Spiel brachte es auf den Punkt und erklärte seine Niederlage. 2:4

Die Hoffnungen auf Punkte lagen nun auf Michi C. im dritten Einzel, sowie auf unserem Mixed (Verena B./Jakob). Michi zeigte sich etwas nervös im ersten Satz, woraus viele leichte Fehler resultierten, kämpfte sich dann aber im zweiten Satz durch weniger Risiko zurück, gewann Punkt um Punkt mehr Sicherheit und marschierte hochmotiviert in den Entscheidungssatz. Auch in diesem Satz machte Michi lange Zeit alles richtig, führte 17:11 und 19:16 und gab seinem Gegner dann urplötzlich Raum für dessen Angriffsspiel, der das konsequent zu nutzen wusste. Fehlender Mut? Was es auch war, das da über ihn kam, daran wird er zu knabbern haben. 2:5

Das abschließende Mixed zeigte sich in Höchstform und dominierte Satz eins. Aber Neusatz gab sich trotz des bereits feststehenden Teamsieges nicht auf und erkämpfte sich hauchdünn Satz zwei. Jacky zeigte sich durch Flugeinlagen (die er nur selten auspackt) motiviert wie lange nicht und so gewann unser Mixed den dritten Satz zu 19.

So stand am Samstag eine unglückliche 3:5 Niederlage für die Augsburger zu Buche.

Den bis dahin gehaltenen zweiten Tabellenplatz mussten die Augsburger somit kurzzeitig an die Konkurrenz aus Eggenstein abgeben.

Am Sonntag kam es sodann zum Spitzenspiel zwischen Augsburg und Eggenstein. Die Augsburger waren fest entschlossen sich den zweiten Tabellenplatz zurückzuerobern.

In Topform präsentierten sich vor allem die Augsburger Damen Verena Beil und Verena Krug. Vor der Partie waren die Damenpunkte als „50:50 Spiele“ eingeschätzt worden. Am Ende konnten die Augsburger alle drei Spiele mit Damenbeteiligung für sich entscheiden und so den Grundstein für den Heimsieg legen.

Mit einem Erfolg im zweiten Herrendoppel durch Kolisnyk/Clemens war ein Punkt bereits gesichert. Doch die Augsburger wollten mehr. Die überraschende Niederlage von Kolisnyk im ersten Herreneinzel gegen den deutschen U19 Topspieler Fabian Schlenga machte die Partie dann nochmals spannend.

Der Druck lag somit im letzten Spiel des Tages auf Fiedler im zweiten Herreneinzel gegen den Eggensteiner Marcus Bayer. Der Post SV’ler ließ jedoch zu keiner Zeit etwas anbrennen und machte den 5:3 Heimsieg perfekt.

In drei Wochen geht es darum den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. Damit wären die gesetzten Saisonziele deutlich übertroffen.  Den aktuellen Tabellenführer aus Offenburg behalten die Post SV’ler aber weiterhin im Auge. Diesem stehen noch die schweren Spiele gegen Eggenstein und Neusatz bevor. Bei einem Patzer der Konkurrenz wäre sogar noch der ganz große Coup möglich.