Viertagestour im Rosengarten in Südtirol

//Viertagestour im Rosengarten in Südtirol

Viertagestour im Rosengarten in Südtirol

Unsere traditionelle Tour um den 08. August führte uns dieses Mal in die Dolomiten, genauer gesagt in den Rosengarten. Dort liefen bzw. stiegen wir eine Tour nach, die wir, Ortwin und ich, vor mehr als drei Jahrzehnten mit der Alpine Abteilung schon einmal gegangen waren. Jürgen und Wolfgang hatten die Tour ausgearbeitet und waren das Wochenende davor bereits in dem Bereich unterwegs um sich einige Strecken anzusehen.

Der Bericht dazu kommt dieses Mal nicht von mir, sondern von der Hanna, unserer jüngsten Teilnehmerin. Ergänzen möchte ich den Bericht lediglich um ein paar Eindrücke auf dem Masaré-Klettersteig. Es war am dritten Tag, nach Überschreitung des Pas de la Zigolade, nachdem wir die Rotwandhütte erreicht hatten.

Zuerst belegten wir unser Quartier in dem uns zugewiesenen Raum für 18 Personen. Nachdem wir die Rucksäcke erleichtert hatten, machten wir uns zu siebt auf den Weg zum Klettersteig. Am Einstieg selbst war für uns kaum ein Durchkommen möglich, kamen doch aus der Gegenrichtung ständig größere oder kleinere Gruppen vom Rotwandklettersteig herab. So drängten wir uns als sich eine kleine Lücke auftat einfach durch. Durch einen engen Kamin mit einer Leiter führte der Steig zu einer Weggabelung zu den beiden Klettersteigen. Auf dem Masaré waren wir dann fast alleine unterwegs. Teilweise fast senkrecht, aber immer gut versichert, führte der Steig hinauf auf den Col de Masaré. Dort machten wir eine kurze Pause und genossen die Aussicht die sich uns bot. Im nahen Bereich konnten wir auf der einen Seite die Marmolada, den Sellastock mit dem Pordoijoch und ganz leicht den Sasso Lungo, den Langkofel erkennen. Auf der anderen Seite glitt unser Blick hinunter zum Karrerpass und hinaus ins Etschtal Richtung Kaltern. Und im Süden erhoben sich die Berge des Latemar.

Der nun folgende Teil war noch etwas schwerer, weil stärker ausgesetzt und steiler. Aber immer noch gut zu gehen und mit ausreichend Griffmöglichkeiten. Sowohl in Form von griffigen Felsen, des Sicherungsseiles oder von Metallkrampen als Stufen. Nachdem wir einige Felsblöcke auf- und abgeklettert waren, endete der Weg relativ weit oben. So mussten wir den Rückweg auf einem steilen, serpentinenreichen Pfad nach unten zur Hütte zurücklegen.

Am Abend saßen wir noch gemütlich in der Hütte zusammen und ließen die Erlebnisse der letzten Tage Revue passieren.

Für den nächsten Tag wollte Jürgen mit der Gruppe über den Rotwandsteig (Ruda de Vael) zum Vajolonpass gehen. Da der von ihm ursprünglich geplante Klettersteig aber nicht mehr gepflegt wurde und verfallen war, der jetzige Klettersteig mit vollem Gepäck doch recht anstrengend schien, stiegen wir ohne Klettersteig zum Pass hoch. Was sich im weiteren Verlauf als gute Entscheidung herausstellte. Wird doch der Klettersteig hauptsächlich in der Gegenrichtung begangen. Und eine Gruppe von elf Leuten mit vollem Gepäck gegen die Hauptströmung zu führen ist schon ein schweres Unterfangen. Und kurz vor Mittag saßen wir dann wieder im Lift nach unten zu unseren Autos, wo wir nach einer kurzen Einkehr und nachdem wir unsere Sachen verstaut hatten, den Heimweg antraten.

Ein Wochenende vor dieser Bergtour waren wir mit dem Radl im Bereich des Plansees und des Heiterwanger Sees unterwegs.

Von Plansee aus führte unser Weg zunächst auf der Teerstraße entlang des Ufers und dann hinunter Richtung Reutte. Kurz vor Breitenwang dann nach links zum Mäuerle. Warum dieser Übergang so hieß wurde uns bald klar. Wurde der Weg doch immer steiler. Und die Abfahrt nach Heiterwang war auch nicht ohne. Weiter durch Heiterwang auf dem Radweg nach Lermoos und von dort hinauf zur Tuftlalm. Dort erwartete uns auf der sonnigen Terrasse ein tolles Panorama. Von der Zugspitze über die Ehrwalder Alm hinüber nach Biberwier und den Grubigstein bei Lermoos reichte unser Rundblick. Nach einer kurzen Pause die Straße hinunter nach Ehrwald und weiter auf dem Radweg bis Griesen. Von dort ins Tal der Neidernach und am Talschluss hinauf zum Plansee. Dort genossen wir noch ein erfrischendes Bad im nicht ganz warmen See bevor wir uns zum Abschied noch in die dortige Wirtschaft setzten.

 

Mitte August trafen wir uns dann zur kleinen Nagelfluhrunde. Ausgehend von Immenstadt an der Nordseite des Alpsees entlang radelten wir Richtung Oberstaufen. Kurz vor Oberstaufen dann auf der Teerstraße steil hinauf nach Buchenegg. Dort kehrten wir kurz ein und genossen den Ausblick auf das Skigebiet von Steibis und den Hochgrat.  Vorbei an der Turaalpe und der Haspelalpeführte der Weg auf einem steilen Schotterweg hinunter zur Hochgratbahn. Dann immer an der Weißach entlang hinauf zur Unteren Eckalpe. Auch hier kehrten wir kurz ein und genossen den frischen Almkäse. Weiter entlang der Weißach, später auf einem Trail hinauf zur Roßalpe und dann zum Kemptener Naturfreundehaus unterhalb des Gschwendner Horns. Nach einer kurzen Rast der letzte Abschnitt auf einer steilen Straße hinunter zur Starketgundsalpe und weiter steil bergab nach Gschwend und Bühl am Alpsee. Von hier aus zurück nach Immenstadt zu unseren Autos.

 

 

Hans

2017-08-22T17:13:45+02:00 22. August 2017|Categories: Uncategorized|