Zweifelnd schauten wir bald jeden Tag auf die Webcams von Ischgl. Mitte November war auf der Idalpe noch alles grün und braun. Selbst der mühsam produzierte Maschinenschnee schmolz bei Temperaturen von über 10 Grad in 2300 Meter Höhe wieder dahin. Fünf Tage vor der Eröffnung war es dann endlich so kalt, dass die Pisten mit Kunstschnee belegt werden konnten.
Kurz bevor dann fuhren, gab es tatsächlich noch etwas Neuschnee und durch erheblichen Einsatz von Technik war es gelungen zumindest ein Drittel der Pisten zu beschneien.
So waren wir doch rechts skeptisch, welche Bedingungen wir vorfinden würden. Und wir sollten überrascht werden. Durch den Neuschnee auf der harten Kunstschneeauflage hatten wir beste und griffige Pisten. Die Sicht war überwiegend gut und ab und zu ließ sich auch die Sonne blicken.

Nach der Ankunft auf der Idalpe zuerst über das Flimjoch hinüber in die Schweiz, zur Alptrida. Nach ein paar Abfahrten dort über die Greitspitze hinunter ins Hölltal, wieder auf der österreichischen Seite. Dort nach dem Mittagessen noch Palinkopf und Gampenalm. Dann war die Zeit schon wieder reif zur Talabfahrt, die wir teilweise mit der Bahn oder auf der Piste antraten.
Danach die Skischuhe ausgezogen und zum Ausklang noch ein bisschen Apres Ski im Kuhstall.

In unserem Hotel in See erwartete uns dann bereits die Sauna.
Nachdem wir uns gepflegt hatten Abendessen und noch kurz zusammen gesessen, bevor wir ins Bett gingen.
Am nächsten Morgen Regen. Auch am Parkplatz der Silvrettabahn noch dichte Wolken. Nur eine kurze Wolkenlücke am Ende des Paznauntales ließ auf eine Besserung hoffen.
Vormittags hielten wir uns zuerst im Bereich der Paznauner Taja und des Gampentales auf. Nach dem Mittagessen, mittlerweile kam sogar die Sonne hervor, dann noch zur Idalpe und dort die Pisten vom Idjoch und Flimjoch aus. Hier wagten wir uns sogar noch etwas in den Tiefschnee direkt neben den Pisten.
Nach der Talabfahrt trafen wir uns dann zum Abschluss noch in einem Kaffee im Ort.
Auf dem Heimweg noch in Schongau eine kurze Einkehr in einer Pizzeria.
Es war wieder ein gelungenes Opening. Für nächstes Jahr haben wir bereits wieder bei der Familie Walser reserviert. Allerdings eine Woche später vom 11. auf den 12. Dezember.
Hier fühlen wir uns bereits seit fast 20 Jahren bestens betreut und untergebracht. Dort genießen wir eine schon fast familiäre Gastfreundschaft.

Autor: Hans Horn