Saisonrückblick

//Saisonrückblick

Saisonrückblick

CSC Batzenhofen/Hirblingen – Post SV 1:4
Na also, geht doch. Ein verdienter Sieg, der durchaus noch höher hätte ausfallen können. Eine imposante und vor allem kompakte Mannschaftsleistung, wahrscheinlich eines der besten Spiele der Saison. Was mich am meisten freute war, dass ich meine Truppe trotz eines Elfers nach der gefühlten 5. Minute nicht schocken ließ und unbeirrt weiter nach vorne spielte. Ich muss sagen, das habe ich wirklich lange vermisst, kann es sein, dass allein die Anwesenheit unseres Torjägers Manu dafür verantwortlich war? Ich glaub fast ja. Aber wenn man bedenkt, nach dem frühen Rückstand und dass wir einen Feldspieler im Tor stehen hatten, Matthias machte seine Sache übrigens recht ordentlich, muss man diesen Sieg eigentlich noch höher bewerten. Fast hätte ich vergessen, dass wir auch noch fast 20 Minuten mit 10 Mann spielen mussten, da Ersen nach einer Unbeherrschtheit mit Gelb-Rot vom Platz flog. Aber so wie die Truppe an diesem Tag drauf war, glaube ich, hätten wir sogar noch zwei Hinausstellungen verkraftet. Und dass gegen eine Truppe, die im guten Mittelfeld der Tabelle steht. Nochmals Jungs, das war wirklich eine solide Vorstellung der ganzen Mannschaft. Und wenn ich es auch nicht so gerne mache, aber besonderes Lob gilt meinen beiden Kapitänen Basti und Maaxxx, wobei letzterer seine sehr gute Leistung auch noch mit einem Tor krönte.

Post SV – SV Bonstetten 1:2
Dieses Spiel tat weh, sehr weh sogar. Da hättest du die rote Laterne abgeben können und dann so ein grausames Match. Wie umgewandelt gegenüber dem letzten Spiel. Leider zum Negativen. Auch wenn wir wieder nicht in Bestbesetzung antreten konnten, waren wir ja auch schon beim letzten Spiel, war das aber mit Sicherheit mehr als ein schlagbarer Gegner. Aber an diesem Tag? Ich möchte jetzt zum Spiel nur noch eines erwähnen: Ich werde mit Sicherheit nie mehr ein Spiel auf „Sonntag-Vormittag“ um 11:00 vorlegen und schon gar nicht zur Plärrer Zeit. Ich denke, hiermit ist alles gesagt. Torschütze Flo.

Post SV – SpVgg Westheim II 4:0
Ein Sieg, der gegen einen völlig überforderten Gegner voll und ganz und auch in der Höhe verdient war. Im Gegenteil, er hätte noch höher ausfallen müssen. Aber unsere eigene Unzulänglichkeit bzw. Unvermögen des Herrn Referee brauchten uns um einen Sieg in zweistelliger Höhe. Aber was soll’s, für unser Gemüt waren die 3 Punkte sehr wertvoll. Erfreulich auch, dass unser Torjäger Manu nach seiner schweren und langwierigen Verletzung schön langsam wieder in Fahrt kommt. 2 Tore, mehr muss ich nicht sagen. So, und nun kommt der Tabellenzweite und Aufstiegsaspirant zu uns als Gast. Lassen wir uns überraschen. Tore Manu 2, Flo 1, Ersen 1

Post SV – SC Nordendorf 2:3
Ein Unentschieden oder gar einen Sieg hätte ich sofort unterschrieben. Und beides wäre sogar nicht einmal unverdient gewesen, lagen die klareren Torchancen vor allem in der zweiten Halbzeit bei uns. Dem Einsatz und der Laufbereitschaft kann ich nur Lob zollen. Eine 2:0 Führung konnten wir leider nach zwei Elfmetern gegen uns nicht verwalten. Wobei man sagen muss, dass die beiden Elfer völlig berechtigt waren und die man sicher besser verteidigen hätte können. Nun gut, man konnte auf jeden Fall hier mal wieder sehen, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft bzw. Aufsteiger mithalten können. Leider ist dies wie schon so oft im Laufe der Saison halt nur wenig. Schade! Ich freue mich schon auf‘s nächste Match, wo es mal wieder um den Kampf der roten Laterne geht. Tore: 2x Manu

TSV Diedorf – Post SV 4:2
Wieder mal so ein besch… Spiel, wo wir uns dem „Niveau“ des Gegners gnadenlos anpassten. Ich glaube, das werde ich nie verstehen. Dass wir gegen eine sehr junge gegnerische Elf qualitativ besser waren, behaupte ich jetzt einmal. Aber Umsetzung, Fehlanzeige. Dass dazu wieder einige Ausfälle zu verkraften waren und einige Spieler momentan weit hinter ihrer Form herhinken, kommt noch erschwerend hinzu. Statt in Führung zu gehen, mussten wir diesmal einem gegnerischen Tor hinterher Laufen. Was auch ganz gut klappte. Auch wenn es in Anführungszeichen nur zwei Standards waren, Elfmeter und Freistoß. Aber die musst du dir auch erstmal erarbeiten bzw. verwandeln. Über die Gegentore nur eins: Beschämend! So nach dem Motto „Nimm ihn du, ich hab ihn sicher!“ Jungs, so geht das nicht. Nicht mal in der B-Klasse.

PS: Einzige Entschuldigung ist, dass nach einer Recherche festgestellt werden konnte, dass der Gegner mit 4 Spierlern aus der 1. Mannschaft antrat.

Post SV – SV Erlingen 2:5
Eigentlich ein Spiel, wo es nur noch um die sprichwörtliche „goldene Ananas“ ging. Erlingen Erster. Wie auch, wenn man die Tabelle verkehrt herum hält. Eigentlich sollte man meinen, dass hier ein gemütliches Saisonfinale über die Bühne geht. Aber der Gegner, uneinholbar Meister, und auch der Schiedsrichter meinte wohl, hier muss man noch Gas geben. Nun gut, wie immer die gleiche Leier. Bis zur 60. Minute mithalten und dann ableichen. Es ist schade, auch wenn ich mich hier wiederhole, vom Potential her könntest du mithalten, aber der Rest? Hier lege ich jetzt mal den Mantel des Schweigens darüber.

Erfreulich aus unserer und besonders aus meiner Sicht, dass Orhan und meine Wenigkeit uns in der ca. 60 Minute selbst einwechselten und hiermit unserer Aktivenkarriere beendeten. Für mich selbst war der zugegebenermaßen absichtliche Elfmeter ein letztes Geschenk für mich, welches ich auch dankend annahm und unhaltbar verwandelte. Somit kann ich von mir behaupten, der letzte Postlerschütze auf unserem „Heiligen Gelände“ gewesen zu sein. Er wird mir immer in Erinnerung bleiben.

„Auf ein Wort vom Trainer“

Da ich nach Ende der Saison mein Amt als Trainer der 1. Aktiven-Mannschaft aus gesundheitlichen Gründen beenden werde, möchte ich hier noch die Gelegenheit nützen und mich noch mit ein paar Worten an sie wenden.

Als Allererstes möchte ich mich bei der gesamten Mannschaft und der Abteilungsleitung für die vielen schönen Jahre und das Vertrauen, dass mir entgegengebracht wurde bedanken. Ich denke, dass ich doch ein pflegeleichter Trainer gewesen bin, obwohl der Truppe doch gelegentlich ein Coach der Marke a`la „Felix Magath“ ganz gut getan hätte.

Nach fast 50 Jahren als Spieler, Trainer und sonstigen Funktionen denke ich, dass die Zeit auch passt (Stichwort: Vereinsumzug) – der Kreis sich nun schließt – um Abschied von meiner „Karriere“ zu nehmen.

Ich muss vorausschicken, dass meine Entscheidung nichts mit dem derzeitigen Tabellenplatz, der ja wirklich nicht gerade prickelnd ist, und schon gar nichts mit meinen Spielern zu tun hat, über die ich wirklich nichts kommen lasse. Im Profifußball spricht man ja neuerdings – bei den Trainern – vom sogenannten „Burn-Out“. Da ich aber ja „nur im Amateurfußball“ tätig war, spreche ich hier ganz einfach von einer gewissen Amtsmüdigkeit, gepaart mit steigendem Motivationsverlust. Wobei letzterer Aspekt wahrlich nicht gut ist – für mich und für meine Jungs schon erst recht nicht. Es waren keine großartigen Erfolge, aber ich bin stolz sagen zu können – immerhin als Spieler wie auch als Trainer – auch einmal Meister geworden zu sein; wenn auch nur im Jugendbereich. Im Aktiven-Bereich war es mir leider verwehrt wobei auch hier die Chancen zweimal vorhanden waren… Sehr, sehr schade.

Gerne denke ich an die vielen Schlachten als Spieler zurück, die Siege und Niederlagen, wobei die Siege mit Sicherheit in der Überzahl waren. Toll war die Zeit auch als Jugendtrainer, die ich mit vielen Kumpels, die als „Co-Trainier“ fungierten, erleben durfte. Es waren so viele – Klaus, Wolfi, Rudi, Armin usw. – dass ich schon fast den Überblick verliere. Ich hoffe es ist mir Keiner böse, sollte ich einen nicht beim Namen nennen. Am aufregendsten oder sollte ich sagen die lustigste Zeit war auf jeden Fall die Zeit mit meinem Kumpel Baum Rudi (Ast Franz). Rudi – was wir beide mit unserer Truppe alles zusammen erlebt haben (Hütte), da könnte man ein Buch darüber schreiben. Übrigens ist unter unseren Fittichen ein gewisser Gronewald Klaus groß geworden. Das werde ich nie vergessen. Nicht zu vergessen ist das Erreichen des Endspiels der Stadtmeisterschaft gegen den FCA. Traurig macht mich -und natürlich uns alle -, dass mein Freund und unser Kamerad Armin uns leider viel zu früh verlassen hat. „Gott habe ihn selig“. Mit ihm konnten wir auch in der Saison 2000/2001 die Meisterschaft der B-Jugend feiern – Unvergesslich!

Auch die Zeit als Aktiven-Trainer möchte ich nicht missen, wenn auch die große Chance zum Aufstieg vor ein paar Jahren nicht ergriffen wurde. Ich muss gestehen; sie liegt mir heute noch ein wenig im Magen. Aber was soll´s – das Leben muss und wird weitergehen. Da sich auch unserer bisheriger Abteilungsleiter Fabian von seinem Amt löst – er wird in die Vereinsführung aufrücken – wünsche ich jetzt schon mal dem Dreigestirn und Nachfolgern Basti, Max und Igor „Alles Gute“. Natürlich auch Manu und Simon, die das Amt des Trainers fortführen werden – auf Ihrem Weg nur das Beste. Wie Sie erkennen können, wurden die Ämter alle mit Spielern der 1. Mannschaft besetzt. In meinen Augen ist das die beste, vernünftigste und auch wirtschaftlichste Lösung, hinter der ich voll und ganz stehe.

Zum Abschluss möchte und muss ich mich natürlich noch von ein paar Freunden und Kameraden für die jahrelange Unterstützung bedanken, ohne die mein Engagement für diesen Verein gar nicht möglich gewesen wäre.
Vorneweg natürlich meinem Präse Heinz, dessen Weg ich vom Wirtssohn zum Spieler, über Abteilungsleiter bis hin zum jetzigen Präsidenten verfolgen durfte. Er war es auch, der mich – wenn ich mich recht erinnere, war das an einem „Faschingsball!!“, mehr oder weniger zur Trainerarbeit „bewogen“ hatte. Ich hatte die Ehre seinem Filius Fabian das Fußballspielen beibringen zu dürfen. Wenn man bedenkt von der F-Jugend bis hin zur heutigen „Ersten“ sind wir zusammen… Schon eine tolle Sache. Dass Fabi Talent hatte, war sofort erkennbar, doch woher er das hatte, ist mir bis heute unerklärlich – kleiner Spaß.
Ein ganz, ganz großer Dank gehört meinem Rainer. Der mich schon zur Zeit als Jugendtrainer als Jugendleiter sehr unterstützte und mir auch bis zum Schluss als Aktiven-Trainer immer eine wertvolle Stütze war. Rainer vielen, vielen Dank! Ich hoffe, dass ich durch das Trainieren und die Betreuung deiner beiden Söhne Flo und Basti einiges wettmachen konnte. Mein Dank gilt auch allen Eltern, Freunden und Bekannten meiner Spieler, der Geschäftsstelle (Frau Zach), dem Platzwartteam und natürlich unseren Fans, ohne die alle es nie eine solch tolle und familiäre Gemeinschaft gegeben hätte. Ich werde hier jetzt absichtlich keine Namen aufzählen, selbst wenn ich könnte, weil Sie sicher verstehen werden, dass nach Jahrzehnten doch eine Mengen Namen kamen und gingen. Deshalb sollte mir bitte keiner böse sein, wenn sein Namen in diesem Bericht nicht erwähnt wird.

Ein ganz besonderes und liebes Dankeschön gilt meiner Ehefrau Susi. Ich weiß, dass sie es nicht immer leicht mit mir hatte und – auch wenn sie es nie sagen würde – mich schon ein bisschen für „fußballverrückt“ gehalten hat. Das geht schon in Ordnung. Aber das ist nun ja vorbei und wir werden uns in Zukunft anderen, angenehmen Sachen widmen.

Ein letztes Wort noch an meine Mannschaft:
Auch wenn ich nicht mehr euer Trainer sein werde, bleibe ich doch der Abteilung Fußball erhalten und werde, wenn es gewünscht wird, euch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen und außerdem immer ein großer Fan der 1. Mannschaft bleiben. Bleibt weiterhin dem Verein und unseren Farben treu und unterstützt die neue Abteilungsleitung nebst Trainern; helft ihnen so, wie ihr auch mich unterstützt und mir geholfen habt. Sie werden es sicherlich brauchen. Ich wünsche euch allen für die nächste Saison viel Glück, Gesundheit, Verletzungsfreiheit und Erfolg.

Mit letztem sportlichem Gruß

Euer Jörg

PS: Fast hätte ich meine Mutter vergessen:
Liebe Mutti!
Vielen Dank für das Waschen der Trikots. Ich denke für eine fast „80-jährige“ Frau ist das nicht gerade selbstverständlich. Nochmals vielen, vielen Dank auch für die verbundene, finanzielle Unterstützung der 1. Mannschaft.

2017-07-27T15:28:56+02:00 27. Juli 2017|Categories: Fußball|