Radtour Oberstdorf

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Radtour Oberstdorf

Am 23. Juli war es wieder so weit, Nachdem einige von uns sich bei der Tour nach Gelsenkirchen und bei einer Alpenüberquerung mit über 13000 Höhenmetern warm gefahren hatten, starteten wir endlich unsere Zweitagestour.

Ausgestattet mit unseren neuen einheitlichen Trikots, anteilig vom Post SV und Schwaben Coating gesponsert, machten wir uns früh um acht auf nach Oberstdorf.

Vor allem der Schrofenpass sorgte für ein teilweise erwartungsvolles, angespanntes Gefühl. Hieß es doch hier, das Fahrrad über eine längere Strecke über einen Gebirgspfad zu tragen und zu schieben.

Doch von vorne. In Oberstdorf angekommen suchten wir zuerst einmal einen Parkplatz, an dem man längere Zeit und vor allem kostenfrei stehen kann. Gar nicht so einfach. Aber dank der Ortskenntnis eines Teilnehmers fanden wir in der Nähe des Friedhofs einen passenden Platz. Horst von Schwaben Coating hatte uns wieder, obwohl er nicht mitfahren konnte, seinen Sprinter zum Fahrradtransport zur Verfügung gestellt.

Nachdem die Räder ausgeladen und zusammenbaut waren radelten wir zuerst zum Bahnhof und von dort aus nach einem kurzen technischen Halt weiter ins Stillachtal.

Ständig leicht bergauf, vorbei an der Skiflugschanze und der Talstation der Fellhornbahn nach Birgsau. Von dort nach rechts ins Rappenalptal. Auf einer guten geteerten Straße, nun teilweise steiler bergauf bis zur Schwarzen Hütte.

Hier nutzten wir die letzte Gelegenheit vor dem Schrofenpass zu einer kurzen Rast.

Dann wieder weiter. Noch steiler, bis zu 20 Prozent, führte der Weg nun bis zum Einstieg in den Schrofenpass.

Ab hier war Fahrrad schieben angesagt. Weiter oben dann der Steig, mit dem Hinweis, sein Fahrrad links zu tragen und rechts, am Fels entlang zu laufen. Zur Sicherung war noch ein Stahlseil angebracht.

Über einige steile Stufen und Aluminiumbrücken, schoben, hoben und trugen wir unsere Räder dreihundert Höhenmeter bis zu Passhöhe.

Dann, auf der anderen Seite, war nichts mit abfahren. Die gleichen Höhenmeter schoben wir größtenteils unsere Räder wieder bergab, bis wir kurz oberhalb der Mansgunteralpe wieder auf den Sattel steigen konnten. Von dort auf einer steilen Teerstraße hinunter bis Lechleiten. Da es nun leicht zu regnen anfing und wir die nächsten Kilometer bergab rollten, zogen wir unsere Regenjacken an und fuhren hinunter nach Steeg. Dort gönnten wir uns die nächste ausgiebige Rast.

Nach einer ausreichenden Pause rollten wir dann das Lechtal hinaus nach Stanzach.

Mittlerweile hatte es auch wieder aufgehört zu regnen, so dass wir dort trocken in unserem Hotel ankamen.

Nach dem erledigen der Formalien gönnten wir uns auf der Terrasse noch ein kühles isotonisches Kaltgetränk J

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen rüsteten wir wieder zum Aufbruch. Zuerst am ursprünglich gebliebenen Lauf des Lechs entlang bis Weißenbach. Dann, teilweise bis 15 Prozent steil, den alten Gaichtpass hinauf nach Gaicht zu einer kurzen Kaffeepause.

Anschließend frisch ausgeruht weiter durch das Tannheimer Tal, vorbei an Nesselwängle, dem Haldensee und Tannheim nach Zöblen. Dort die Mittagspause, die wir ausgiebig genießen konnten, war doch das Bedienpersonal ziemlich überfordert. Aber was soll’s. Das Wetter war schön, die Sonne strahlte vom Himmel und wir hatten noch Zeit.

Gut ausgeruht dann weiter nach Schattwald und über die alte Salzstraße nach Oberjoch. Von hier den alten Jochpass steil hinunter nach Bad Hindelang und Sonthofen. Am Illerdamm beschleunigten wir dann unser Tempo, zogen doch über der Hörnerkette rechts und dem Rubihorn und Nebelhorn auf der linken Seite dunkle Wolken auf. Wir bildeten einen sauberen Zug, betrachtet von den anderen Fußgängern und Radlern. Alle mit dem neuen blauen Trikot gekleidet war das schon ein beeindruckendes Bild.

Noch vor dem großen Gewitter kamen wir in Oberstdorf an und konnten noch im Trockenen unsere Räder verladen. Im Rückspiegel der Autos konnten wir dann sehen, dass wir schon zurecht anständig Gas gegeben hatten, verdunkelte sich der Himmel hinter uns doch zusehends.

Zufrieden kamen wir dann Abends in Augsburg an.

Die Tour im nächsten Jahr ist schon geplant. Es geht dieses Mal nicht in die Alpen.

Nach dieser Tour rüsten wir bereits für das nächste Event um den 8. August.

Da führt uns Jürgen in den Stubaier Alpen auf den Wilden und Aperen Freiger. Mehr dazu und die Bilder in der nächsten Ausgabe.

Hans

2016_07_24_alpine_radtour2016_07_24_alpine_radtour

2016-10-12T23:18:32+02:00 24. Juli 2016|Categories: Alpine|