Inside-Info: Editorial Vereinszeitung 4/2016

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Inside-Info: Editorial Vereinszeitung 4/2016

Liebe Postsportlerinnen und Postsportler,
werte Sportkameraden,
sehr geehrte Damen und Herren!

Bei der Olympiade 2016 erkennen wir, dass im Sport als auch im Beruf Menschen Top-Leistung gegen Konkurrenten oder Mitbewerber erbringen müssen. In beiden Welten steht am Ende das Ziel, zu gewinnen, zum richtigen Zeitpunkt seine Bestleistung abzurufen und dran zu bleiben. Auch wenn ein Team, wie z.B. unsere Handballnationalmannschaft gegen Schweden, Topleistungen zeigt, braucht es immer noch einen guten Trainer, um das Niveau zu halten oder auch um nach einem Gewinn einer Europameisterschaft sich weiter zu entwickeln.

Eine funktionierende Mannschaft muss harmonieren und zeichnet sich dadurch aus, dass alle aufeinander eingespielt sind und sich gegenseitig motivieren. Für die Geschäftswelt bedeutet das, dass wir Mitarbeiter brauchen, die selbstreflektiert sind und ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen.

Ebenso gehören Fehler im sportlichen sowie beruflichen Alltag dazu. Selbst ein Bastian Schweinsteiger verschießt auch einmal einen Elfer. Beim Sport gibt es konstruktive Kritik vom Coach, die zum besseren Ablauf beiträgt. Der Sport ist also ein Vorbild im Akzeptieren, dass Fehler zur Selbstentwicklung positiv beitragen und dass der wertschätzende Umgang mit Mitarbeitern – trotz negativer Kritik – möglich ist. Denn gerade das motiviert Mitarbeiter, es beim nächsten Mal besser zu machen. Ein Team kann also noch so gut sein – es braucht Führung und Kontrolle, um optimal zu funktionieren.

Ich denke, wir der Post SV sind ein sehr gutes Team, denn es gibt wahrscheinlich nur wenige Vereine in Deutschland, die es schaffen knapp 6 Jahre durchzuhalten, um eine neue Sportstätte zu realisieren. Hätte mir einer in 2010 gesagt, dass wir bis August 2016 brauchen, nur um eine Baugrube ausheben zu dürfen, hätte ich diesen sehr wahrscheinlich ausgelacht. Beim Bauordnungsamt haben wir nun alle Voraussetzungen erfüllt, damit wir eine Baugenehmigung bekommen. Wäre da jetzt nicht die Lärmemissionsproblematik mit der Stadt Stadtbergen.

In Anbetracht der marginalen Pegelabweichungen stellt sich für uns zunehmend die Frage, ob wir am Ende vielleicht nur im Kampf „David gegen Goliath“ als Spielball benutzt werden, um der zukünftigen Metropole Augsburg zu demonstrieren, dass es ohne die kleinere Nachbarstadt nicht geht?

Knapp 8.000 € haben wir jedenfalls für diese durchaus vorstellbare politische Konfrontation investieren müssen, um mittels 18-seitiger schalltechnischer Untersuchung nachzuweisen, dass unser Neubau die Stadtberger Bürgerinnen und Bürger nicht beeinträchtigt.

Zitat: „Da sich durch das Bauvorhaben nur eine unwesentliche Pegelerhöhung von maximal 0,3 dB(A) im ungünstigsten Fall ergibt, kann man unserem Erachten nach auf eine schallabsorbierende Ausbildung der der Bundesstraße zugewandten Fassaden verzichten. Eine Pegelerhöhung in dieser Größenordnung ist darüber hinaus nicht wahrnehmbar. Folglich kann die Aussage getroffen werden, dass sich für kein Wohngebäude des Elmer-Fyrar-Rings eine Verschlechterung ergibt, selbst wenn die der Bundesstraße zugewandten Fassadenseiten des Gebäudes Sportcampus nicht schallabsorbierend ausgeführt werden.“

Bleibt nur zu hoffen, dass diesen Sachverhalt auch der Stadtberger Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag, 11.08.2016, ebenso sieht. Eine andere Entscheidung wäre für uns jedenfalls nicht nachvollziehbar.

Weitaus positiver hingegen fiel der vorläufige Fördervorschlag an den Verteilerausschuss des BLSV aus: Rund 1,6 Mio. € befürwortet das Referat Sportstättenbau für unseren Neubau! Selbstverständlich ist diese Unterstützung, bestehend aus Zuschuss und Darlehen, noch mit ein paar Aufgabenstellungen und Bedingungen verbunden. Nur Anbetracht unseres bisherigen Projektverlaufs – sie erinnern sich vielleicht an unsere viele Hindernisse, Problemstellungen und Neidprophezeiungen – war das für uns seit geraumer Zeit wieder einmal ein motivierender Bescheid. Liebe Leserinnen und Leser, somit gelang uns wieder ein Schritt in die richtige Richtung – und bald sind wir am Ziel!

Nach der Sommerpause werden wir dann versuchen den BLSV-Fördervorschlag bei den vorberatenden Gremien der Stadt Augsburg (Sportbeirat, Sport- / Finanz- und Bauausschuss) zu positionieren, um spätestens im vierten Quartal 2016 eine sogenannte Verbindlichkeitsermächtigung des Augsburger Stadtrates zu erhalten.

In der KW 34 ist nun der Erdaushub und der Bauzaun in der Max-Josef-Metzger-Straße vorgesehen. Die rund 8.000 m³ Bodenmasse werden auf dem Nebengrundstück der WBG/AGS zwischengelagert und anschließend von Gutachtern untersucht. Entsprechend der Art und Intensität einer möglichen Kontaminierung wird dann der Aushub abtransportiert. Parallel dazu wird in rund 3,5 m Tiefe die Bodenbeschaffenheit unseres späteren Fundaments geprüft.

Wann der offizielle Spatenstich erfolgen wird, kann anhand der vielen offenen und teilweise schwer zu kalkulierbaren Themenbereiche derzeit leider noch nicht konkret terminiert werden.

Der Grundrissplan zeigt Ihnen exemplarisch das Erdgeschoss nach unserer mehrfach durchgeführten Grundrissoptimierung. Das gesamte Gebäude ist barrierefrei und somit komplett für Inklusions- und Behindertensport ausgerichtet.

Aktuell kalkulieren gerade alle Planer die jeweiligen Gewerke, um innerhalb der nächsten zwei, drei Wochen, die derzeitigen Planungskosten zu konkretisieren. Oberstes Ziel dabei ist, dass die Gesamtkosten von 10,8 Mio. € nicht überschritten werden dürfen und trotzdem dabei alle vorgesehenen Innovationen sowie Nachhaltigkeitskriterien erfüllt werden müssen.
Eine sehr große Herausforderung für alle!

Sehr erfreulich und vor allem auch äußerst interessant waren unsere vorläufig letzten Max-Gutmann-Turniere. Seit 1966 richten unsere Fußballer, sehr erfolgreich und über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, Jugendturniere aus. Bereits Anfang der 70iger Jahre konnten wir, neben vielen anderen Mannschaften aus Stadt und Land, auch einen FC Bayern München begrüßen. Traditionell waren dabei insbesondere die Heinz-Greiner-Gedächtnisturniere, Mitte bis Ende der 70iger, oder die Karl Doll-Gedächtnisturniere, mit Bierzelt und Dampfbläser, in den Achtzigern, bis hin zu den bereits angesprochenen Max-Gutmann-Turnieren. Ferner richteten wir diese Turniere am Anfang noch mit 4 Mannschaften aus und hatten bis vor ein paar Jahren die sensationelle Zahl von 48 Mannschaften erreicht.

Meines Erachtens Zeit, um für respektable 50 Jahre erfolgreiche Jugendarbeit zu resümieren. Beim Umzug von der Blumenstraße in die Grenzstraße (1966) war Franz Hofstetter Jugendleiter und Paul Gabele Schülerleiter. Es folgten u.a. Horst Braun, Wilhelm Kurtz, Adolf Linse, Heinz Krötz und Roswitha Degele. Aktuell verantwortet Beisitzer Rainer Schinke die Jugendfußballabteilung. Daher auch Dir, lieber Rainer, herzlichen Dank für Dein jahrelanges Engagement und den vielen unvergesslichen Max-Gutmann-Turnieren (siehe auch Seite 55).

Auf unserer Hütte in Rinnen (Seite 58) hat sich mittlerweile auch wieder einiges verändert. Die neuen Fenster, der neue Notausgang sowie die neue Fassade sollten zumindest den Insidern bereits bekannt sein. Zeitgleich mit Erscheinen dieser Ausgabe dürfte die Einliegerwohnung unseres Eigentümerehepaars, Albert und Sylvia Zott, im ehemaligen Stadel, fertig gestellt werden. Ebenso neu ist die Inbetriebnahme eines neuen Erdgasanschlusses, welcher zukünftig auch unsere Warmwasserversorgung sicherstellen wird. Der 300-Liter-Elektroboiler in der Speise dürfte somit schon beim nächsten Hüttenbesuch verschwunden sein. Sicherlich alles für traditionelle Hüttengäste etwas ungewohnt auf einer Berghütte, aber dafür komfortabler, umweltfreundlicher und energiesparender.

Also, bis demnächst …

Ihr Heinz Krötz

2016-10-12T23:18:32+02:00 25. August 2016|Categories: Inside-Info|