Grundsteinlegung 11.05.2017

//Grundsteinlegung 11.05.2017

Grundsteinlegung 11.05.2017

Wie begann der Tag?

Noch vor der „kalten“ Sophie – eine der fünf Eisheiligen, ihr Namenstag wird am 15. Mai gefeiert – und nach tagelangen Regenfällen fand am Donnerstag 11.05.2017, die Grundsteinlegung beim Post SV statt.

Zwei Tage zuvor stand das gesamte Areal in der Max-Josef-Metzger-Straße 5 noch unter Wasser, so dass die Bauarbeiten am Dienstagnachmittag eingestellt werden mussten. Keiner glaubte so richtig, dass an diversen Standorte Zelte platziert werden können, um den rund 100 vorangemeldeten Gästen – darunter viele Politiker und Vertreter aus der Wirtschaft – Sitzplätze zu ermöglichen.

Doch der Wettergott hatte ein Einsehen, mit unseren ohnehin schon seit Jahren strapazierten Vorständen.
Ab Mittwoch schien die Sonne.

Der Tag des Spatenstichs – oder anders rum: 3 Tage vor unserem 90. Geburtstag, begann der Tag für einen Großteil unseres Präsidiums sowie der beiden unermüdlichen Helfer, Dieter Hoffmann und Karl Thamm, schon um 07:00 Uhr.

Wir konnten es kaum glauben:
Die Baustelle war trocken und es herrschte „Kaiserwetter“!

Zelte, Bierzeltgarnituren, Gläser, Kühlschränke, Getränke, Tischdecken und vieles mehr galt es zunächst von Kriegshaber nach Pfersee zu schaffen.

Dann aufzubauen, zu dekorieren und eine Lautsprecheranlage installieren.

Ja, es war harte Arbeit und es waren keine alltäglichen Herausforderungen. So sah es um 10:31 Uhr aus. Der Countdown lief, es waren immerhin noch 3 ½ Stunden bis zum Start.

11:03 Uhr: Die Fahne wird am Kran hochgezogen.

11:27 Uhr: Keine Brotzeit, kein Mittag, wir müssen Gas geben – 2 ½ Stunden – es wird eng!

Die Kühlschränke stehen schief, der Boden ist einfach zu uneben. Wo bekommen wir Keile zum Unterlegen her?

Die Heringe für die Zeltabspannung bringen wir nicht in den Boden. Der Untergrund ist viel zu hart. Was tun?

12:40 Uhr: Es kommt Wind auf!
Die Zelte wehen und drohen wegzufliegen. Die Tischdecken flattern und fangen an zu reißen.

Fragen, Probleme und die Zeit läuft unaufhaltsam.

13:15 Uhr: Das Essen kommt.
Die letzten Verbesserungen werden umgesetzt.
13:30 Uhr fertig!
13:45 Uhr – die ersten Gäste kommen!

Werte Leserinnen und Leser, liebe Sportfreunde, mit diesen wenigen Zeilen und Bildern wollten wir Sie ein wenig einstimmen, was alles im Vorfeld abgelaufen ist und was alles organisiert werden musste, bevor es richtig losgehen konnte.

Hier nochmals vielen herzlichen Dank an unsere guten Seelen im Post SV, die im Hintergrund arbeiten, die wesentlich zum Erfolg beitragen und dabei nie in Erscheinung treten. Ohne Euch würde nichts gehen – nochmals besten Dank!

Begrüßung:

Pünktlich um 14:30 Uhr begann unser Präsident Heinz Krötz mit seiner Begrüßung.

„Grundsteinlegung!
Schon im Wort ist Substanz, Fundament, und auch Zukunft angelegt.

Und wenn unser Herr Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und unser Sportreferent Dirk Wurm an diesem Ereignis teilnehmen, geht es natürlich nicht nur um einen Grundstein, sondern auch um einen Meilenstein und ein Stück Sportgeschichte in Augsburg.“

Er resümierte über die aus dem Jahre 2009 stammende Idee eines völlig neuen und innovativen Sportparks, der zwar durch den Wegfall der Fußballfelder und der Kindertagesstätte etwas kleiner ausfällt, als ursprünglich geplant war, der aber immer noch alle nach dem Kriterienkatalog für den nachhaltigen Sportstättenbau zu berücksichtigen ökologischen-, ökonomischen- soziokulturellen- und funktionalen Qualitätsstandards enthält.

Neben dem Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl und dem Sportreferenten Dirk Wurm erschienen noch eine Reihe an Vertretern des Augsburger Rathauses, die Heinz Krötz auch alle namentlich begrüßte:

Herrmann Köhler, Bildungsreferent.
Bernd Kränzle, BLSV-Vizepräsident, MdL und Stadtrat.
Bürgermeister Paul Metz von Stadtbergen.

Die Stadträte Willi Leichte, Peter Uhl, Ulrich Wagner, Anna Rasehorn, Peter Grab und Gudrun Schulz (a.D.).
Robert Zenner, Leiter des Sport- und Bäderamtes

Heinz Krötz dankte den Genannten für die Unterstützung und vor allem für das entgegengebrachte Vertrauen. Er versprach der Stadtführung, aber auch den vielen Anwesenden Vereinsvertretern, dass der Post SV weiterhin alles daransetzen wird, für die Augsburger Bürgerinnen und Bürger, für alle Postsportler, aber auch für alle Vereine, ein guter, loyaler und stets fairer Partner zu sein.

Im Anschluss begrüßte Heinz Krötz die am Neubau beteiligten Firmen und Personen:

Architekt Peter Kögl, Dipl.-Ing. Rudolf Reisch, Olaf Künstner (Elektro-Planung), Jörg Böhler (HLS-Planung), Florian Steiner (Erdarbeiten), Peter Hampp (Brandschutz), Josef Lampert, Klaus Rehberger und Patrizia Grassl von der PORR Deutschland GmbH.

Sichtlich erfreut zeigte sich unser Präsident auch bei der Begrüßung der weiteren Geschäftspartner:

Dr. Rolf Settelmeier, Dr. Walter Eschle, Wolfgang Tinzmann, Barbara Hölze und Nicole Gergen (alle Stadtsparkasse), Dr. Peter Lintner (IHK), Reinhold Demel (Leiter der Arbeitsagentur Augsburg), Georg Schmid als Vertreter von Albert Weber (Dehner), Dr. Andreas Settele von der gleichnamigen Steuerkanzlei, Stephan Deurer (Sheridan-Tower – asset GmbH), Christian Schulze (VHS), Peter und Martina Kragler (Kragler-Immobilien), Roland Werb und Alena Vogt (Deutschen Telekom) sowie Thomas Kotnig und Raimund Völkl von der Hacker-Paulaner-Gruppe.

Er bedanke sich hier im Besonderen für die heutige Teilnahme, aber auch für gute und konstruktive Zusammenarbeit der zurückliegenden Jahre: „Nur wer gute, loyale und belastbare Partnerschaften hat, wird langfristig erfolgreich sein. Und wir, meine werten Sportfreunde, wir haben mit Ihnen verdammt gute Partner“.

Mit Horst Ringler (Schwaben Coating) und Andreas Bogenreuther (Erha-Werbetechnik) konnten wir auch bereits die ersten neuen Nachbarn begrüßen.

Ebenso erfreut zeigte sich Heinz Krötz über die vielen anwesenden Sportbeiräte: Sarah Ableitner, Wolfgang Appelt, Sabine Gentner, Dr. Andreas Katzer (TSV Haunstetten), Robert Kratsch (SV Berheim), Hans-Peter Pleitner (TSV Schwaben), Ingrid Taubert (DAV) und Hans Wengemeir (Polizei SV),

Mit den vielen anwesenden Medien, stellvertretend hier genannt: Klaus Gronewald von der KG Media factory (Unterföhring), a-tv Augsburg, Augsburger Allgemeine, Augsburger Stadtzeitung, Sport-in-Augsburg, VMM-Verlag (B4B) und dem Auenverlag fand dieses Ereignis auch hohe Medienakzeptanz.

Am Ende eines kleinen Begrüßungsmarathons würdigte Heinz Krötz noch die anwesenden Ehrenmitglieder Bürgermeister a.D. Theo Gandenheimer und Herbert Vetter, sowie Pfarrer a.D. Herbert Mayr, Abteilungsehrenmitglied Bruno Schnitzer mit Frau Doris sowie den Vorsitzenden des „Oldie-Stammtischs, Adolf Linse mit Frau Marta.

Im Anschluss resümierte Heinz Krötz über 90 Jahre Post SV.

Vereinsgeschichte:

Am 01.04.1907 wurde die Oberpostdirektion Augsburg gegründet. Für den stark wachsenden Telefonverkehr wurde bereits 1924 die erste automatische Wählanlage installiert. Schon 1925 wurde die Grottenau-Post zu klein und man baute ein zusätzliches Gebäude in der Langenmantelstraße. Ab 1927 wurde in der Grottenau das erste niederfrequente Drahtfunknetz Bayerns gebaut und es war gleichzeitig die Geburtsstunde des heutigen Post SV Augsburg.

Waren es 26 sportbegeisterte Postler, die in den ersten Wochen des März 1927, im Café Schachamayer zusammenfanden und am 14. Mai 1927 den Postsportverein gründeten. Bereits im gleichen Jahr wurden noch die Handball-, Tennis-, Schwimm-, Schwerathletik- und Leichtathletikabteilung gegründet. Und für damalige Verhältnisse – also noch ohne Frauenquote – gründeten die vielen Postlerinnen bereits die Gymnastik-Abteilung und eine Damenhandball-Abteilung. So wuchs der Verein von Jahr zu Jahr und zeigte auch in seinen verschiedenen Sportzweigen beachtliche Leistungen. So errang die Fußballabteilung nach einem Jahr die erste Meisterschaft.

Auch die Alpinisten fanden sich bald zusammen und schufen sich im Oktober 1928 die erste Hütte in Starkatsgrund bei Immenstadt und ein Jahr später eine Hütte am Oberjoch. Bald darauf folgte die Hütte „Hirtenbichl“ bei Oberstdorf und ein Haus in Steibis, sodass für den heute immer noch aktiven Alpinen-Sport reichlich Übungsstätten vorhanden waren. 1984 komplettierten wir mit der Hütte in Rinnen / Tirol unsere „Berg-Immobilien“. Rinnen bewirtschaften wir noch heute sehr erfolgreich.

Als weitere Abteilung sei die Schützenabteilung erwähnt, die in den Jahren bis zum zweiten Weltkrieg hervorragende Leistungen vollbrachte.

Interessant dürfte für viele von Ihnen das Jahr 1943/44 sein. Hier spielten wir in einer KSG (Kriegsspielgemeinschaft) mit dem damaligen BCA – heute FCA – in der Gauliga und wurden vor den Schwaben-Ritter Fußball-Meister. In dieser Zeit mussten vor dem Anpfiff einer Begegnung oft erst die Bombentrichter zugeschaufelt werden. Heute, in einer Zeit, in der wir in den unteren Ligen nicht einmal mehr durchgängig Schiedsrichter vom Fußballverband organisiert bekommen, eigentlich unvorstellbar.

Der Krieg nahm dem Verein alles, was man braucht, um einen Sportbetrieb aufrechtzuerhalten. Zunächst einmal durften wir uns nicht mehr Postportverein nennen. So waren die Postsportler gezwungen, ihre Arbeit nach dem Kriege unter dem Namen ASV „Allgemeiner Sportverein Augsburg“ wiederaufzunehmen.

Mit großem Eifer wurden der Sportplatz in der Blumenstraße, der von Bombenkratern zerstört war, ebenso wie auch die Tennisplätze, hinter der IHK liegend, welche das gleiche Los ereilte, wieder in Ordnung gebracht.

Es wurde erneut eine Fußball-, Handball-, Schwimm-, und Alpine-Abteilung ins Leben gerufen und diese fanden recht bald wieder viele Freunde und Anhänger. Die Tennisabteilung feierte zu dieser Zeit unter dem Namen „Rot-Weiß Augsburg“ große Erfolge.

1952, zum 25. Vereinsjubiläum gelang es, nach jahrelangen, mühevollen Bestrebungen den alten, bekannten und erfolgreichen Namen „Post-Sportverein Augsburg“ wieder zu erlangen. 1966 zog der Post SV auf sein Sportgelände in der Grenzstraße um, wo 1994 auch die Tennisabteilung ihre Heimat fand.

Sportlich schafften die Fußballer 1966 den Aufstieg in die heutige Kreisliga-Klasse. Zweimal scheiterten sie in Relegationsspielen zur damaligen Bezirksliga Süd.
Die Großfeld-Handballer spielten zwischen 1950 und 1970 größtenteils in der Landesliga.

Tischtennis, unser auch heute noch sportliches Aushängeschild, gastierte zwischen 1966 bis 1972 in der 1. Bundesliga. 1967 wurden wir Deutscher Pokalmeister und Europacup-teilnehmer. In den 80iger Jahren spielten wir mit kurzen Unterbrechungen 6 Jahre lang in der 2. Bundesliga Süd. Mit Martin Neß, Peter Stähle, Dieter Voigt und Helmut Grob gehörten einige der bekanntesten deutschen Tischtennisspieler zum Postsportverein.

1992 wurde aufgrund der Sponsorenaktivität der Deutschen Telekom AG bei unserer Tischtennis-Abteilung, der Vereinsname in Post SV Telekom Augsburg e.V. geändert. In der 30. Delegierten- und Mitgliederversammlung, genauer gesagt am 20.03.2015, wurde der Vereinsname „Post SV“ wieder von den Mitgliedern beschlossen.

Zum 70. Vereinsjubiläum, 1997, war der Post SV Telekom mit annähernd 3.000 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein in Augsburg. Aufgrund des Jubiläums, gepaart mit 2 Deutschen Postmeisterschaften, gab es 5 Wochen lang Bierzeltbetrieb in der Grenzstraße. Eine große personelle Herausforderung!

Durch die Auswirkungen der Postreform II schien im Jahr 2000 eine lange Vereinstradition urplötzlich zu enden. Es war das entscheidende Jahr, in dem die heutige Post AG an die Börse ging und alle nicht benötigen Liegenschaften verkaufen wollte – darunter auch das Anwesen in der Grenzstraße.
Mehrere Millionen DM Ertrag war die Vorstellungen der Post und es begannen für uns interessante und spannende Verhandlungen.

2001 konnten wir dann – mit großer Unterstützung des Verbandes der Post- und Telekomsportvereine – dem zentralen Betriebsrat des Bundesministeriums, dem BLSV sowie der Stadt Augsburg, unser Anwesen an der Grenzstraße für 500.000 DM erwerben.

13 Jahre später haben wir dann das Grundstück an Herrn Albert Weber (Dehner) veräußert und somit die Basis für unsere zukünftige Heimat hier in der Max-Josef-Metzger-Straße geschaffen.

Heinz Krötz beendete seinen geschichtlichen Rückblick mit einem Zitat von Heiner Geißler: „Wer nicht über seine Zukunft nachdenkt, wird nie eine haben!“

Wir, der Post SV und die Post SV-Stiftung, freuen uns heute mit Ihnen gemeinsam unsere Zukunft feiern zu können – bodenständig – wie es sich für einen Sportverein gehört!

Bevor die Projektvorstellung von Peter Kögl und Rudolf Reisch stattfand, bedankte sich Heinz Krötz beim Präsidium und Präsidiumsbeirat, für eine rund 30-jährige erfolgreiche Zusammenarbeit.

Abschließend danke Heinz Krötz seiner Familie, seiner Mutter Albertine und seinem Bruder Thomas, die bereits 1966 die Grenzstraße zum ersten Mal aufsperrten. Ebenso dankte er seiner Frau Erika und seinem Sohn Fabian, die aufgrund seines ehrenamtlichen Ehrgeizes und Engagements auf vieles verzichten mussten und immer noch müssen.

Die Entstehung des Neubaus wurde zunächst von Rudolf Reisch vorgestellt:

„Was lange währt, wird endlich gut …

… sagte bereits vor über 2000 Jahren der römische Dichter Ovid, dem auch das Zitat „der Tropfen höhlt den Stein“ zugeordnet wird. Und das genau zu einer Zeit, nämlich ca. 15 v. Chr., in der die Grundsteinlegung für die Stadt Augsburg erfolgte.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, verehrte Vertreterinnen und Vertreter der Politik, der Sportvereine und aller Firmen und Organisationen, die mittelbar und unmittelbar mit diesem Bauvorhaben zu tun haben. Liebe Gäste, lieber Heinz, Peter Kögl und ich begrüßen Sie alle sehr herzlich.

Eine ziemliche Odyssee liegt hinter den Verantwortlichen des Post SV und
uns Planern, sie dauerte knapp 7 Jahre!

Ich kann mich noch gut erinnern, als wir den Standort „Vehicle-Park“, ein paar Meter südlich von hier, als den idealen Platz für ein neues Sportzentrum ins Auge fassten. Hatte doch Stadtbergen bereits nahezu die Hälfte des alten Panzerstellplatzes mit seinem neuen Bauhof überbaut.

Als wir diesen Vorschlag nach langen Überlegungen der komplett versammelten Stadtspitze unterbreitet hatten, wurde er nachvollziehbar
aus mehreren Gründen verworfen. Freudiger Weise erhielten wir zeitgleich das Gebiet am Wasenmeisterweg nahezu zugewiesen.

Dort bestand und besteht nach meiner Kenntnis nach wie vor seit über 30 Jahren ein rechtskräftiger Bebauungsplan für einen Sportplatz mit mehreren Fußballfeldern.

Fragen Sie bitte nicht nach dem Planungsaufwand, den hier viele Anwesende geleistet haben, den vielen Besprechungen bei allen möglichen Genehmigungs- und Fachbehörden, bereits ausgearbeitet mit Detaillösungen für die Millionen teure Amphibien-Brücke an einem Trockenrasenstandort. Ich glaube, man sollte auch hier und heute die Gründe für die letztendliche Ablehnung nicht weiter vertiefen.

Also musste nach Alternativen gesucht werden:

Damals preiswerte Grundstücke im hiesigen Sheridan-Areal wurden mehrfach angefragt und skizzenhaft untersucht. Das wiederholte sich nahezu deckungsgleich im Reese-Kasernen-Areal.

Auf Hinweis ranghoher Kommunalpolitiker nahm der Post SV Kontakt mit dem benachbarten Stadtbergen auf. Varianten an der Bürgermeister-Ackermann-Straße hinter dem Marktkauf wurden untersucht, eine Mitwirkung bei der neuen 3-fach-Halle sowie beim Standort des geplanten Gymnasiums angeboten.

Mit der Stadt Neusäß wurde eine Kooperation mit dem ortsansässigen TSV
Steppach, der sich mit einer baufälligen Halle plagen musste, untersucht.

Auch die Areale des SV Stadtwerke sowie das Gebiet beim TSV 1871 Augsburg in Oberhausen wurden kurzzeitig Gegenstand der Diskussionen.

Im Liegenschaftsamt wurde jede Sportfläche und jede auf dem Sattelitenbild erkennbar freie Fläche unter die Lupe genommen.

Alles in einer Zeit, als der Wasenmeisterweg eigentlich noch der favorisierte Standort war. Die Stadt Augsburg wurde ja auch mittlerweile dort Grundbesitzer des nahezu gesamten Geländes.

Neben der Standortsuche war ja auch das Thema der Verwertung des alten Stammgeländes an der Grenzstraße zu lösen. Anfangs wurde ja auch eine eigenständige Entwicklung in Abstimmung mit der Stadt Augsburg ins Auge gefasst. Workshops mit internationalen Architekten wurden abgehalten, Entwürfe diskutiert.

Dann hatte sich zwischenzeitlich eine städtische Tochtergesellschaft den Kauf des kompletten Geländes für über ein Jahr reserviert.

Alles Themen, die ja auch abgearbeitet werden mussten. Abgehakt!

Wir wähnten uns schon am Ziel unserer Bemühungen, etwas eingenebelt von der Vision eines gigantischen Sportzentrums an der Sportanalage Süd, mit der Stadt Augsburg, dem Alpenverein und dem TSV Schwaben als Partner. Waren und sind doch die Anlagen der Stadt und die Halle der Schwaben dringendst sanierungsbedürftig, der Alpenverein kurz vor der Realisierung der Erweiterung seines erfolgreichen Kletterzentrums. Doch die einen wollten nicht, die anderen konnten nicht das Projekt befürworten oder in partnerschaftlicher Nachbarschaft realisieren lassen.

Dass auch das großräumige Gebiet am Innovationspark Augsburg bei den
Überlegungen überflogen wurde, sei nur am Rande erwähnt.

Ganz intensiv wurde der Standort bei der HSA-Schule angegangen. Hier wurden mit der Schulleitung ganz konkrete Neubauten für eine gemeinsame Nutzung durch Schule und den Post SV zu Papier gebracht und zur Diskussion gestellt. Zum Schulterschluss ist es dann aber auch nicht gekommen.

Als Damoklesschwert für alle Planungen schwebte ja noch der von der Stadt Augsburg in Auftrag gegebene Sportflächenentwicklungsplan über uns.

Freuen wir uns doch nun über den heutigen Tag! Lassen Sie uns zu dieser Stunde das Warum und Wieso vergessen, es ist nun endlich losgegangen, das neue Sportzentrum des Post SV wird realisiert.

Es ist ein nach wie vor spannendes Projekt. Und das liegt auch daran, dass wir hier in Augsburg erstmals vor Ort innovative Spannbetondecken mit Hohlkörpern, Teilfertigteilen und Bauteilaktivierung betonieren werden.

Aber zu den Gebäudedaten wird Ihnen der Architekt Peter Kögl gleich mehr erzählen.

Lieber Heinz Krötz! Ohne Deinen unternehmerischen Weitblick, Deine Kompetenz und Deine immense, aber immer sympathische Beharrlichkeit stünden wir alle nicht hier. Das Projekt ist Dein Projekt, das Projekt des Post SV Augsburg. Wir sind zuversichtlich und arbeiten daran, dass es ein Leuchtturmprojekt für den Sport, für Pfersee und die ganze Stadt werden wird. Danke!“

Es folgte Architekt Peter Kögl:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
der „steinige Weg“ endete letztendlich im Sheridan-Areal. Ein „Kuchenstück“!

Die Aufgabe bei den Grundstückspreisen und Altlastenthemen war sehr spannend, oder wie Heinz Krötz immer sagt – man muss kreativ sein.

Grundstückszuschnitt so minimal wie möglich, 3 Geschoße, aber auf die festgelegte Attikahöhe achten, also eine Ebene halb versenken und 50 % der Autos unten reinstellen.

Die Entwurfsabstimmung mit dem Stadtplanungsamt war sehr gut.

Die Altlastenthemen dafür eher weniger. Von Bombenfunden blieben wir verschont und die Archäologie wollte auch nichts von uns – verständlich!

Unser Nachbar im Westen will eigentlich ein lautloses Gebäude, so dass wir das Konzept des Fußballfeldes auf dem Dach schnell verworfen haben.

Entstehen wird ein 3-geschoßiges multifunktionales „Sportgebäude“, das natürlich nach allen Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit errichtet wird:

? eine 2,5-fach-Turnhalle,
? Sport- und Fitnessflächen,
? Wellnessbereich,
? eigenes Bistro,
? und Büroräumen für den Verein.

Kurz einige Eckdaten:

? 37.000 m3 Bruttorauminhalt
? 8.300 m2 Bruttogeschoßfläche
? 2.850 m2 Nutzfläche Sport/Fitness
? 70 Stellplätze
? 600.000 kg Baustahl
? 35 km Kabel

Die Haustechnik des Gebäudes basiert auf vielfältigen energieeffizienten Lösungen, die ein wohlbringendes Klima im Gebäude ermöglichen und optimale Bedingungen für die besten gesundheitlichen und sportlichen Leistungen schaffen.

Die Fassade ist größtenteils verglast. Die geschlossenen Flächen mit modernen Fassadenplatten verkleidet.

Die Turnhalle erhält eine lichtverteilende Oberlichtarchitektur.
Natürlich alles elektronisch – digital – vernetzt – finger- oder pulsgeprintet – online
oder touchscreen!

Wir sind ja in 2017 und bauen für 2050!
Beam me up Scotti, oder wie Heinz Krötz immer sagt – man muss kreativ sein!
Danke!“

Es folgte die Ansprache des Herrn Oberbürgermeisters:
„Diesen schwierigen Weg sind wir gemeinsam gegangen“, erörtere Dr. Kurt Gribl in seiner Ansprache. „Umso mehr freut es mich, dass wir heute hier sind und dass wir im Stadtrat mehrheitlich dieses Projekt mit über 3 Mio. € unterstützen werden.

Dr. Gribl befand auch das Engagement des Freistaats Bayern mit rund 2,4 Mio. € und den Kapitaleinsatz des Post SV mit knapp 5 Mio. € sehr positiv.

Ebenso freute ihn die Anwesenheit von Paulus Metz, dem Bürgermeister von Stadtbergen.

Das dreigeschossige Multifunktions-Gebäude, ist eine Antwort auf die Anforderungen, welche die Gesellschaft an den Sport und die Freizeit-Beschäftigung heute stelle. „Es ist ein gutes Best Practice Beispiel“ – so Dr. Gribl.

Heinz Krötz dankte dem Oberbürgermeister nochmals für seine Unterstützung und seine tolle Ansprache. Im Anschluss bat er den Sportreferenten Dirk Wurm um seine Gedanken:

Dirk Wurm begann seine Ansprache sehr legere, charmant und gewitzt. Auch er stellte die gute Zusammenarbeit und die Einmaligkeit des Post SV- Projekts heraus.
Er dankte für das vorbildliche Engagement und das große Durchhaltevermögen, bei einem nicht immer einfachen Weg.

Der Sportreferent skizzierte den Sport- & Bäderentwicklungsplan und erwähnte dabei auch, dass das Neubau-Projekt des Post SV schon vor Beauftragung der Projektarbeit gesetzt war. Im redaktionellen Teil des Sport- & Bäderentwicklungsplans wird das Post SV-Projekt sogar von der Projektgruppe unterstützt und befürwortet.

Unser Präsident dankte Dirk Wurm für die gute Zusammenarbeit und seine motivierenden Worte.

Nun folgte die Ansprache des BLSV-Vizepräsidenten:

Bernd Kränzle bedankte sich zu Beginn beim Präsidium und bei Heinz Krötz für sein herausragendes Engagement und für eine bewundernswerte Nachhaltigkeit.

Er übermittelte die Grüße des gesamten Präsidiums des BLSV sowie auch die verbale Bestätigung, über den eingereichten und mittlerweile genehmigten Gesamtfinanzierungsvorschlag, im Auftrag der Staatsmittelabteilung, namentlich durch Herrn Markus Ott.

Bernd Kränzle erzählte von seinen verschiedenen zeitlichen Eindrücken der letzten Monate, wie die Stimmungsbilder von Heinz Krötz schwankten. Umso mehr freute er sich, heute einen tiefenentspannten Vorsitzenden vorzufinden.

Er bezog in seinen weiteren Ausführungen Willi Leichtle mit ein, der einerseits beim BLSV im Aufsichtsrat das Projekt des Post SV mit unterstützte, andererseits aber auch in den örtlichen Koalitionsverhandlungen, eine Projektabsicherung mit fokussierte.

Heinz Krötz bedankte sich bei Bernd Kränzle für seine perfekte Unterstützung, insbesondere auch in den letzten Monaten. Vor der erwähnten Bestätigung war er noch gespannt und jetzt ist er – wie von Bernd Kränzle vermutet – tiefenentspannt.

Im Nachgang und auf dem Weg zur Grundsteinlegung übernimmt Klaus Gronewald die Moderation. Der Produzent und TV-Moderator war speziell für dieses Ereignis seines Heimatvereins aus Unterföhring angereist.

Zusammenfassend haben wir von allen Anwesenden durchgängig nur positive Rückmeldungen erhalten. Jeder der rund 160 Gäste zeigte sich zufrieden und übermittelte neben den besten Wünschen eine gute und bestens organisierte Veranstaltung.
Begonnen haben wir diesen Beitrag, wie der Tag begann. Schließen möchten wir den Beitrag:

„Es war ein perfekter Tag, ein großer Meilenstein in der 90-jährigen Erfolgsgeschichte des Post SV Augsburg.“

Nur leider ganz am Ende, beim Abbau, traf es die braven Helfer wieder einmal: Sie alle sind furchtbar nass geworden!

Schwamm drüber: Vielen herzlichen Dank, vergelt´s Gott, nochmals an alle Beteiligten.

2017-06-06T15:12:30+02:00 6. Juni 2017|Categories: Inside-Info|